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Einer der letzten Punkte, den es anzusprechen gilt bei einem Bewerbungsgespräch ist der Lohn. Falls ihr ein Praktikum im Ausland macht solltet ihr keine allzu hohen Ansprüche an das Salär haben, denn dort könnt ihr von anderen Dingen profitieren. Bei einem lokalen Praktikum spielt der Lohn jedoch durchaus eine Rolle. Wie gesagt ist es nicht ganz einfach eine wirklich optimale Praktikumsstelle zu finden und manchmal ist so eine Praktikumsstelle auch recht enttäuschend, sei es dass die Aufgabe unbefriedigend ist, die Betreuung miserabel, das Arbeitsklima katastrophal etc. Wenn ihr also schaut, dass euer Lohn wenigstens recht hoch ist, dann habt ihr am Ende des Praktikums zumindest in dieser Hinsicht profitiert.
Die Löhne sind dank der momentanen Wirtschaftssituation leider etwas gesunken. Aber einige Studenten, welche ein Praktikum im Finanzbereich absolviert haben während den Boomjahren um 2000 herum, bekamen zum Teil mehr als Fr. 4'200.- im Monat. Heute ist dies wohl kaum mehr so. Ich persönlich würde kein Praktikum mehr antreten, bei welchem ich unter Fr. 1200.- pro Monat verdiene. Bringt dieses Thema zur Sprache oder schaut diskret in eurem Arbeitsvertrag nach, bevor ihr ihn unterschreibt. Falls es ein Standardvertrag von Swissmem ist, wird beim Lohn stehen, dass die Bezahlung eines Lohnes freiwillig sei und der Firma überlassen. So ein Standardvertrag wird sonst eigentlich nur für das Werkstattpraktikum verwendet, was jedoch einige Firmen offenbar nicht daran hindert, den Vertrag auch für das Industriepraktikum zu benutzen. Falls dies der Fall ist, solltet ihr dieses Thema unbedingt zur Sprache bringen, denn sonst kann es sein, dass ihr schlimmstenfalls überhaupt nichts kriegt oder etwas, dass total unakzeptabel ist. Es gibt durchaus auch einige knausrige Firmen, welche Praktikanten als billige Arbeitskräfte betrachten und ihnen dementsprechend wenig Lohn zahlen.
Manchmal ist es auch so, dass die Firmen den Praktikanten absichtlich einen etwas tiefen Lohn anbieten, da sie sich in einer ähnlichen Situation befinden wie ihr. Sie wissen nicht genau, wen sie einstellen. Es kann sein, dass ihr eure Arbeit wirklich gut macht, andererseits gibt es auch Studenten, welche total unmotiviert ihr Praktikum über sich ergehen lassen. Für diese Studenten bezahlt man natürlich eher ungern einen hohen Lohn. Wenn die Firmen also den Lohn tief ansetzen, ihr eure Arbeit trotzdem gut erledigt und die Firma zufrieden ist mit euch, erhält ihr manchmal eine Art Bonus, welcher evt. den Monatslohn um ein Vielfaches übertrifft. Dieser Bonus wurde vielleicht nie erwähnt und ist als Goodwill zu verstehen und hat vielleicht auch den Zweck, dass ihr euch nach dem Studium daran erinnert und euch bei jener Firma bewerbt.
Bsp: Ich habe Fr. 3.000.- /Monat brutto bekommen. Für die Mahlzeiten habe ich das Firmenrestaurant benutzt, in welchem die Menues zwischen Fr. 8.- und Fr. 15.- gekostet haben, was natürlich das Einkommen etwas verringert hat.
Da die Firma mit meiner Arbeit zufrieden war, habe ich noch einen Fr 500.- Bonus am Ende bekommen.
Aber auch wenn jetzt weiter oben von ziemlich grosszügigem Lohn die Rede ist, seid nicht enttäuscht, wenn euer Salär nicht so hoch ist, denn ihr könnt wirklich noch mehr profitieren als nur vom Lohn.
Bsp: Ich konnte mich fachlich, aber auch persönlich, weiterentwickeln. Ich habe sehr viel gelernt, auch über Dinge wie "wielange kann ich vor dem PC sitzen ohne durchzudrehen", etc. :). Für das weitere Studium bietet das Praktikum eine grosse Motivation, da man sich ein Leben nach dem Studium konkret vorstellen kann, im Sinne von, wie es nachher aussehen könnte. Auch zu sehen, was ehemalige Studenten und heutige Angestellte so machen, ist sehr interessant, nach dem Motto "er hat dies und das im Studium vertieft und hat heute diese Aufgabe in der Firma".
Quelle: http://www.amiv.ethz.ch/praktikum.php
831 Tage alt
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